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Mehr als 12 Stunden ist optimal

Wie die Paddockzeit das Risiko von Verletzungen beeinflusst

Verletzungen im Weichgewebe, welches Sehnen und Bänder in den Beinen des Pferdes umgibt, sind äußerst häufig. Zwei amerikanische Forscher haben die Beziehung zwischen der Dauer der Weidezeit und solchen Verletzungen untersucht. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass mehr als 12 Stunden tägliche Weidezeit das Risiko von Weichgewebeschäden signifikant reduzieren können.

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Abigail Reilly, die die Studie durchgeführt hat, präsentierte ihre Ergebnisse beim Virtuellen Symposium der Equine Science Society im Jahr 2021. Sie erklärte unter anderem, wie sich die Sehnen des Pferdes an Veränderungen in der biomechanischen Bewegung anpassen und dass dieser Prozess weitgehend während der Zeit auf der Weide stattfindet, wo das Pferd die Möglichkeit hat, sich zu bewegen.

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"Pferde, die sich viel bewegen, und Pferde auf der Weide haben gemeinsam, dass die Fasern ihrer Sehnen elastischer sind und daher besser in der Lage sind, sich an Bewegung anzupassen", erklärt Abigail Reilly.

Bewegung ist wichtig

Pferde, die stundenlang auf der Weide sind, haben im Allgemeinen eine gute Grundfitness, da sie sich viel bewegen.

Wenn das Pferd eine geringe Arbeitsbelastung hat oder nur begrenzte Bewegungsmöglichkeiten, beispielsweise wenn es stundenlang in der Box steht, wird es höchstwahrscheinlich eine schlechte physische Grundfitness haben. Wenn dieses Pferd dann dazu aufgefordert wird, Leistungen zu erbringen, wird es laut Abigail Reilly schlechtere Voraussetzungen haben, die Aktivität ohne das Risiko von Weichgewebeverletzungen zu bewältigen.

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Reilly erklärt dies damit, dass Pferde auf der Weide im Gegensatz zu Pferden in der Box immer in Bewegung sind. Bewegung trägt dazu bei, die Strukturen des Weichgewebes geschmeidig zu halten.

"Wenn Pferde viel auf der Weide sind, halten sie ein chronisch höheres Aktivitätsniveau aufrecht, indem sie gehen, grasen und einfach Pferde sein können", erklärt sie.

Studie mit 146 Pferden über sechs Jahre hinweg

In ihrer Studie hat Abigail Reilly eine Reihe von Pferden in Bezug auf unterschiedliche Weidezeiten über einen Zeitraum von sechs Jahren von 2014 bis 2020 getestet. Alle Pferde in der Studie wurden gleich behandelt, basierend auf ihrem individuellen Fitnesslevel und auf dem gleichen Untergrund bewegt. Die Pferde in der Studie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die eine Gruppe weniger als 12 Stunden auf der Weide verbrachte und die andere Gruppe mehr als 12 Stunden.

Alle Pferde in der Studie wurden über die sechs Jahre hinweg von zwei Tierärzten in Bezug auf Verletzungen überwacht und untersucht, unter anderem mittels Ultraschall und MRT.

Die Studie zeigte klare Unterschiede in den Ergebnissen zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich Weichgewebeschäden

  • Von den 57 Pferden mit mehr als 12 Stunden Weidezeit erlitten 14 Pferde (25%) Weichgewebeschäden.
  • Von den 89 Pferden mit weniger als 12 Stunden Weidezeit erlitten 45 Pferde (51%) Weichgewebeschäden.

Das Fazit der Studie war daher eine Empfehlung, Pferden so viel Weidezeit wie möglich zu geben, wenn man versucht, Weichgewebeschäden zu minimieren.

Quelle:

Turnout Time Can Reduce Horses’ Risk of Soft Tissue Injury

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