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Heu oder Heulage – was ist besser?

Photo: Kamila Tworkowska

Denkst du auch oft darüber nach? Was ist eigentlich besser, Heu oder Heulage? Tatsächlich ist es nicht so einfach, denn beide haben Vor- und Nachteile, und es hängt vom jeweiligen Produkt und vom individuellen Pferd ab. Lies weiter und erfahre mehr über die zwei verschiedenen Raufutterprodukte, die als Nahrungsgrundlage für jedes Pferd dienen.

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Warum ist Raufutter so wichtig?

Raufutter sollte der Kern jeder Pferdefütterung sein.

Kurz gesagt, das Verdauungssystem des Pferdes ist nicht darauf ausgelegt, Stärke in großen Mengen aufzunehmen. Stärke findet sich in allen Getreidesorten und in vielen Futtermischungen. Bekommt das Pferd zu viel Stärke, entsteht ein Ungleichgewicht in den wichtigen Mikroorganismen, die für die Gesundheit des Pferdedarms zuständig sind. Stärke und Zucker töten tatsächlich die Bakterien ab, die das Pferd im Darm benötigt, um im Gleichgewicht zu sein.

Die vier wichtigsten Vorteile von Raufutter:

  • Kauzeit (bis zu 18 Stunden am Tag)
  • Gesundes Magen-Darm-System
  • Weniger Stress
  • Notwendige Ballaststoffe

Was ist was?

In Dänemark, wo das Klima so feucht ist, kann es schwierig sein, Heu herzustellen, das trocken genug ist, sowie das Heu trocken zu lagern. Daher kann Heulage eine gute Lösung für viele sein, denn ist es einfacher in der Herstellung und der Lagerung. Es ist wichtig, dass das Heulage trocken erscheint, wenn die Plastikfolie entfernt wird, und dass es frisch riecht, bevor es an das Pferd verfüttert wird.

Wenn Heulage lange eingewickelt ist, nähert es sich der Silage, die Magenprobleme beim Pferd verursachen kann. Dies kann sich durch weichen Stuhl und wässrigen Nachlauf äußern. Hier kann es eine gute Idee sein, das Pferd allmählich auf trockenes Heu umzustellen. Anhaltender Durchfall über längere Zeit kann das Pferd dehydrieren und kann auch zu Mineralstoffmangel führen.

HEU

Heu ist getrocknetes Gras, das meistens geschnitten wird, bevor das Gras zu blühen beginnt. Heu ist ein ideales Raufutter für Pferde, da es einen hohen Trockenstoffgehalt hat und mehr Kauzeit als frisches Gras bietet. Heu wird oft mit Heuschnur gebunden und in Quadrate gepackt, so dass es gestapelt werden kann. Heu hat eine feinere Struktur als Stroh, aber es gibt immer noch grobes und feines Heu. Feineres Heu kann gut für ältere Pferde oder andere Pferde mit Zahn- oder Mundproblemen sein.

HEULAGE

Heulage ist Gras, das in Plastik eingepackt wird, um haltbar zu bleiben. Es wird verpackt, wenn es teilweise trocken ist, d.h., das Risiko von Staub ist viel geringer als bei Heu. Die Verpackung selbst schafft eine sauerstofffreie und saure Umgebung, die Gärungsprozesse fördert. Der Vorteil ist, dass diese Art der Einsilierung die Haltbarkeit des Futters erhöht, ohne dass der Nährwert wesentlich abnimmt. Allerdings neigt es eher dazu, zu verderben und schimmelig zu werden als Heu.

Bei der Fütterung von Rindern kommt die gleiche Produktion vor, aber der Unterschied liegt darin, dass es oft aus anderen Produkten wie beispielsweise Mais besteht und dann als Silage statt Heulage bezeichnet wird. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Rinder ein ganz anderes Verdauungssystem als Pferde haben und daher ein viel feuchteres Produkt vertragen können. Es wird NICHT empfohlen, Pferde mit Silage zu füttern, da die meisten davon Magenprobleme bekommen würden.

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Pferde sollten nie länger als 3-4 Stunden ohne Raufutter sein. Foto: Archiv

HEU(LAGE)

Und dann gibt es eine Art Hybridversion, die auch in Dänemark beliebt geworden ist. Diese enthält relativ trockenes Heu, verpackt auf die gleiche Weise wie Heulage. Dadurch wird die Lagerung vereinfacht, ohne dass das Raufutter zu stark gärt.

Das Heu muss zu über 85% getrocknet sein, bevor es in Plastik verpackt wird. Natürlich besteht immer noch das Risiko, dass der Inhalt einsiliert, schimmelt oder dass die Verpackung beschädigt wird.

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Wann im Jahr wird Raufutter geerntet?

Für genügsame Pferde oder Pferde, die zu Hufrehe oder anderen Stoffwechselerkrankungen neigen, ist es am besten, Raufutter zu wählen, das geerntet wurde, nachdem das Gras abgeblüht hat oder die Samen durch den Mähdrescher entfernt wurden. Die Samen enthalten viel Energie, daher ist es für leichtfuttrige Pferde nicht geeignet, Raufutter zu füttern, das Samen enthält.

Wenn das Gras mit Samen geerntet wird oder bevor die Samen gesetzt sind, wird es einen hohen Energiegehalt haben. Daher kann es für leistungsfähigere und nicht so leichtfuttrige Pferde geeigneter sein, die mehr Energie verbrauchen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass verschiedene Grasarten und verschiedene Erntejahre unabhängig vom Erntezeitpunkt den Energiegehalt beeinflussen können. Daher ist es ratsam, eine Raufutter Analyse zu machen und es testen zu lassen.

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Es wichtig das Heu und die Heulage vor dem Füttern gut zu überprüfen. Foto: Malgé Tout

Zusammenfassung

Oft wird Heu als besseres Raufutter für das Pferd im Vergleich zu Heulage angesehen, da es natürlicher für das Pferd ist dieses zu essen. Allerdings sind die Vorteile der Lagerung von Heulage sowie weniger Staub ein bedeutender Vorteil für Stallbetreiber und Allergikerpferde. Der fermentierte Prozess in Heulage und damit der erhöhte Zuckergehalt kann für einige Pferdetypen fatal sein. Zusätzlich kann das erhöhte Risiko der Schimmelentwicklung ein Gesundheitsfaktor für viele Pferde sein. Eine Mischung aus Heu und Heulage kann für viele eine gute Alternative sein.

Das Wichtigste ist, dass du das Raufutter analysieren lässt, um zu wissen, was darin enthalten ist. Daraufhin kannst du die Menge an Raufutter anpassen, und das Ergänzungsfutter entsprechend auswählen, so dass das Pferd nicht zu viel Zucker bekommt, aber alle notwendigen Nährstoffe.

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Quellen:


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https://www.malgretout.dk/tronagergaard-hoe-og-wrap-er-en-videnskab/embed/#?secret=Phw2JTPIWW#?secret=X7ueeptD8U

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https://brogaarden.eu/blogs/radgivning-faq/skal-jeg-vaelge-ho-eller-wrap-og-hvad-er-forskellen

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